![]() |
Max Kirmsse wurde 1877 in
Markranstädt bei Leipzig geboren. Im Jahr 1910 kam er als
Sonderschulpädagoge nach Idstein und arbeitete als Anstaltslehrer im
"Calmenhof". Der alte
Gutsbesitz Calmenhof, den wohlhabende Frankfurter Bürger 1888 gekauft
hatten, war schon damals ein Heim für behinderte Menschen, die hier
erzogen, schulisch gefördert und auf das Berufsleben vorbereitet wurden. Aufgrund eines Zerwürfnisses mit der Anstaltsleitung verlor Kirmsse 1922 seine Lehrerstelle und arbeitete fortan als freier Schriftsteller und als Historiker der Sonderschulpädagogik. Ein 1925 von ihm gegründetes Museum beinhaltete eine äußerst umfangreiche Literatursammlung. Auch betreute er in dieser Zeit das Idsteiner Heimatmuseum. Von 1920 bis 1932 war Kirmsse sozialdemokratischer Stadtverordneter. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm er für eine kurze Zeit die Leitung des Kalmenhofes. Er starb 1946 auf der Innentreppe des Idsteiner Rathauses an einem Herzversagen. Die Schule löste sich in dieser Zeit immer mehr aus dem Kalmenhof heraus und bekam 1954 einen Neubau am Fuße des Taubenberges. 1971 erhielt sie in Erinnerung an einen ihrer früheren Lehrer den Namen "Max-Kirmsse-Schule". |